Brennstoffzellen liefern Wärme und Strom und sparen Geld

3.500 Strom und Wärme produzierende Brennstoffzellen-Heizungen wurden 2018 bundesweit installiert. Das berichtet der Branchenverband Zukunft Erdgas. Die Zahl ist noch nicht sehr groß. Schließlich haben die im Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH) organisierten Hersteller 2018 insgesamt 732.000 Wärmeerzeuger abgesetzt. Aber die Brennstoffzelle hat definitiv das Potenzial, sich auf dem Markt durchzusetzen. Im Raum Balingen installiert deshalb die Nichelmann GmbH moderne Brennstoffzellen-Heizungen und senkt so die Energiekosten ihrer Kunden teilweise deutlich.

Wärme und Strom aus der Reaktion von Wasser- und Sauerstoff

Brennstoffzellenheizungen sind in der Regel klein, aber leistungsstark. Laut Initiative Erdgas benötigen diese Heizungen nur einen halben Quadratmeter Aufstellfläche. Eine moderne Brennstoffzellenheizung wird mit Erdgas betrieben. In ihr reagiert der im Erdgas enthaltenen Wasserstoff mit Sauerstoff. Aus dieser Reaktion entstehen durch die sogenannte „kalte Verbrennung“ sowohl Wärme als auch Gas.

Zukunft Erdgas bezeichnet die Brennstoffzelle als das Heizsystem „mit den niedrigsten Heizkosten im Vergleich mit anderen Heizungen“. Die Zelle dient der Heizungsunterstützung. An Tageszeiten mit einem hohen Heizbedarf unterstützt sie beispielsweise eine ebenfalls installierte Gasheizung, während die Zelle zu Zeiten mit niedrigerem Heizbedarf alleine heizt.

Der produzierte Strom deckt zu Zeiten mit einem geringen Verbrauch ebenfalls 100 Prozent des Bedarfs. In verbrauchsintensiven Zeiten wird zusätzlich Strom von außen eingesetzt, während der in der Brennstoffzelle entstehende Strom in verbrauchsarmen Phasen ins Netz eingespeist wird. Für den eingespeisten Strom erhält der Besitzer der Brennstoffzellen-Heizung Geld.

Laut der Broschüre „Brennstoffzelle: Strom und Wärme maximal effizient“ der Initiative Brennstoffzelle kann eine Brennstoffzelle bis zu sechzig Prozent des Strombedarfs decken. Die Energiekosten sollen laut Initiative Zukunft Erdgas durch eine Brennstoffzellen-Heizung im Vergleich zu einem alten Gaskessel um bis zu fünfzig Prozent sinken.

Aktuell sind mehrere tausend Geräte im Einsatz

Auf dem Markt in Deutschland eingeführt wurde die Brennstoffzellen-Heizung erst 2013. Seither wurden mehrere tausend Geräte installiert, heißt es in der Broschüre „Brennstoffzelle: Strom und Wärme maximal effizient“. Zu den Vorreitern bei den Brennstoffzellen-Heizungen gehört Deutschland damit nicht. In Japan wurden laut der Broschüre beispielsweise bereits 200.000 Geräte eingesetzt.

Die Nichelmann GmbH aus Balingen im Zollernalbkreis rechnet angesichts der vielen Vorteile der Technologie aber auch in Deutschland mit einem deutlichen Anstieg. Schließlich machen Brennstoffzellen Privathaushalte und Betriebe unabhängiger von externer Energieversorgung. Sie nehmen kaum Platz in Anspruch, sparen Energiekosten und arbeiten darüber hinaus sehr energieeffizient und umweltschonend.

Förderungen sind möglich

Gefördert wird der Einbau einer Heizung mit Brennstoffzelle beispielsweise durch das Anreizprogramm Energieeffizienz“ des Bundes. Bei einer Förderung erhält man 5.700 Euro als Fest­betrag sowie einen „leistungs­abhängigen Betrag von 450 Euro je angefangene 100 W elektrische Leistung“. Gefördert werden kann nicht nur der Einbau. Ebenfalls förderfähig sind zum Beispiel fest vereinbarte Kosten für Vollwartungs­verträge in den ersten 10 Jahren.

Die Brennstoffzelle ist auch für Privatleute eine gute Option

„Wir halten die Brennstoffzelle in vielen Privathaushalten und Betriebsstätten für eine interessante Option“, sagt Nikolai Nichelmann, geschäftsführender Gesellschafter des SHK-Betriebs Nichelmann GmbH aus Balingen.

Brennstoffzellenheizungen gehören aus diesem Grund häufig zu den präsentierten Alternativen, wenn das Unternehmen Kunden in Balingen, Rottweil, Tübingen, Reutlingen und Umgebung bei der Auswahl eines Heizsystems berät. Bei der Beratung profitieren potenzielle Kunden von der umfangreichen Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Erfahrungen im Bereich „Sanitär, Heizung und Klimatechnik“ sammelt das Unternehmen bereits seit 2003. Und stetige Weiterbildungen sorgen dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kunden der Nichelmann GmbH stets neueste Lösungen auf der Höhe der Zeit präsentieren können und in der Lage sind, sie technisch umzusetzen.